XML-RPC in WordPress: Braucht man das noch?

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Die Datei xmlrpc.php gehört zu jeder WordPress-Installation, in ihr wird die sogenannten XML-RPC-Schnittstelle zu WordPress definiert. Sie ermöglicht es externen Anwendungen, mit WordPress zu kommunizieren – etwa um Beiträge zu veröffentlichen oder Inhalte zu verwalten.

Früher war das besonders für Blog-Editoren, die WordPress-App sowie Pingbacks und Trackbacks relevant.

Für viele Websites wird die Schnittstelle heute aber nicht mehr benötigt. Beiträge werden direkt im WordPress-Backend erstellt, und moderne Integrationen setzen überwiegend auf die modernere REST API von WordPress.

Warum deaktivieren?

Die Schnittstelle wird häufig automatisiert angesprochen, etwa für Brute-Force-Angriffe oder Pingback-Missbrauch. Das erzeugt unnötige Anfragen und Last auf der Website, nicht selten lassen sich gehackte WordPress-Seiten auch auf einen Angriff über die XML-RPC-Schnittstelle zurückführen.

Wer weder die WordPress-App noch externe Publishing-Tools nutzt, kann XML-RPC in der Regel abschalten. Weniger öffentlich erreichbare Funktionen bedeuten auch weniger unnötige Angriffsfläche.

XML-RPC mit Apache sperren

Am zuverlässigsten wird XML-RPC direkt über den Webserver blockiert. Bei Apache kann dafür folgende Regel in die .htaccess im WordPress-Hauptverzeichnis (unterhalb von „# END WordPress“) eingefügt werden:

<Files“xmlrpc.php“>
Require all denied
</Files>

Danach werden Aufrufe von xmlrpc.php mit einem Fehler wie 403 Forbidden abgewiesen. Die Anfrage erreicht WordPress und PHP gar nicht erst.

Vorher sollte kurz geprüft werden, ob die Website XML-RPC wirklich nicht benötigt. Falls die WordPress-App oder ein externes Redaktionssystem eingesetzt werden, könnten einzelne Funktionen nach der Sperrung nicht mehr arbeiten. Diese Fälle sind aber mittlerweile sehr selten.

Fazit

Für klassische WordPress-Websites ohne externe Anbindung ist XML-RPC meist überflüssig (und wenn eine solche existierte, läuft diese meistens über die REST-API). Eine Sperre über Apache reduziert unnötige Bot-Anfragen und ist eine einfache, sinnvolle Ergänzung zur Absicherung der WordPress-Installation.

(Beitrag im Original auf unaone.net erschienen)

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