AUSSCHREIBUNG ZUM BUNDESPARTEITAG 2013 – 14.-16.11.2013 in Leipzig

WILHELM-DRÖSCHER-PREIS 2013

Der Parteivorstand der SPD ruft alle Gliederungen, Foren, Arbeitsgemeinschaften und Projektgruppen und Mitglieder der SPD sowie der SPD nahestehende Initiativen und Organisationen auf, sich an der Ausschreibung zu beteiligen.

Die Ausschreibung erfolgt in folgenden Kategorien:

I. 150. JAHRE

Die SPD feiert Geburtstag. Seit 150 Jahren ist sie die Partei für Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Diesem Land geht es besser als vor 150 Jahren – auch dank der Sozialdemokratie. Die Geschichte der SPD ist aber auch geprägt von Unterdrückung und Verfolgung. In diesem Jahr wollen wir an die Höhen und Tiefen erinnern und an die Personen die Deutschland und Europa entscheidend mitgeprägt haben.

II. ZUKUNFTSPROJEKTE 2030

Wie soll Eure Stadt oder Gemeinde 2030 aussehen? Welche Reformen brauchen wir für Deutschland? Wie kann internationale Solidarität organisiert werden, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen? Wer gute Politik machen will, braucht Ziele und Visionen. Diese wollen wir entwickeln. Aber nicht alleine, sondern mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Ob Bürger-Dialog, Zukunftswerkstatt oder andere beteiligende Veranstaltungsformen: Die SPD bezieht in diese Diskussionen gerade auch Nichtmitglieder mit ein.

III. STARK GEGEN RECHTS

Für alle Demokratinnen und Demokraten ist und bleibt der Kampf gegen Rechts eine zentrale Aufgabe. Nicht nachlassende rechte Gewalt, zunehmende Aktivitäten rechter Gruppen und rechtradikaler Agitation sind neben der direkten Auseinandersetzung mit der NPD ständige Herausforderung. Mit einer breiten gesellschaftspolitischen Offensive und allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen und demokratischen Mitteln wollen und werden wir den Rechtsextremismus bekämpfen. Wir wollen den Dialog mit Initiativen und Verbänden vor Ort stärken. Die Gliederungen der Partei, Initiativen und Organisationen gegen Rechts sind eingeladen, ihre Aktivitäten gegen den Rechtsextremismus vorzustellen.

IV. TEILHABE. ZUSAMMENHALT. GEMEINSAM

Die Spaltung in der Gesellschaft wird immer stärker. Immer mehr entscheidet die Herkunft über die Aufstiegschancen von Menschen. Das müssen wir ändern. Wir wollen, mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft: Junge und Ältere, Frauen und Männer, Deutsche und Menschen anderer Nationalität, Gesunde und Kranke, Menschen mit und ohne Behinderung. Wir alle gehören zusammen. Wir alle sind Deutschland. Und wir alle gehören zu Europa, dem einzigen Kontinent, der die individuelle Freiheit jedes und jeder Einzelnen mit der Verantwortung und Solidarität aller Menschen füreinander verbindet.


V. BÜRGERINNEN UND BÜRGER IN EUROPA

Europa nimmt in allen Lebensbereichen eine immer größere Rolle ein. Derzeit ist das Bild von Europa sehr stark durch die Finanz- und Wirtschaftskrise und durch das falsche Agieren dagegen geprägt. Es muss ein besseres Europa geben. Es gibt eine Vielzahl von Verbindungen über den gesamten Kontinent oder auch nur zwischen zwei Ländern. Ein Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, der uns Europa und seine kulturelle Vielfalt näher bringt.

VI. Die SPD weiblicher machen

Frauen machen einen positiven Unterschied. Organisationen mit einem hohen Anteil von weiblichen Führungskräften sind erfolgreicher und leistungsfähiger. Hinzu kommt: Die Mehrheit der Bevölkerung will sich in einer Volkspartei auch personell repräsentiert sehen. 
Im Grundgesetz steht: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
Das ist einer der fundamentalen Sätze unserer Verfassung. Politische Gleichheit kam nicht von selbst, sie musste immer erkämpft werden. Es darf daher nicht allein gutem Willen oder Zufällen überlassen bleiben, dass Frauen gleichberechtigt sind. Auch nicht in den Parteien.

Wir müssen aber auch bessere Bedingungen dafür schaffen, dass sich Frauen bei uns engagieren wollen. Dazu gehören eine offene Diskussionskultur, spannende Beteiligungsformen, weniger Zeitverschwendung sowie eine bessere Vereinbarung der politischen Arbeit mit Familie und Beruf.

Der Preis
Der „Wilhelm-Dröscher-Preis“ ist mit 15.000 € dotiert.

Die Auswahl
Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Ausstellung und Bewerbung um den „Wilhelm-Dröscher-Preis“ erfolgt durch das Kuratorium unter Vorsitz von Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin a.D., MdB.

Bewerbungskriterien zum Wilhelm-Dröscher-Preis
Vom Kuratorium zur Ausstellung nominiert werden Projekte, Aktivitäten und Aktionen, die für andere Organisationen beispielhaft und nachahmenswert sind:

  • Der Ortsverein als Vermittler politischer Inhalte
  • Beispiele für Vertrauensarbeit und Interessenvertretung für und mit den Bürgerinnen und Bürgern
  • Beispiele von Initiativen, die besonders wichtige Themen aufgreifen
  • Beispiele für die Vermittlung sozialdemokratischer Grundwerte und deren Umsetzung in praktische Politik
  • Ortsvereine, die den Charakter des Vereins in den Mittelpunkt stellen
  • Nutzung des Internets und anderer moderner Kommunikationsmedien für die politische Arbeit

Unterstützung
Die Teilnahme an der Ausstellung und die Bewerbung werden durch das Kuratorium „Wilhelm-Dröscher-Preis“ und den Parteivorstand unterstützt. Die Landes- und Bezirksverbände sollten den Bewerbern ideelle und materielle Unterstützung gewähren. Für alle zugelassenen Bewerber findet eine zentrale Schulung in Berlin statt. Dazu werden Fachleute zu Präsentationstechniken, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Messebau eingeladen, um die Arbeit der Ehrenamtlichen nachhaltig zu unterstützen.

Abgabeschluss für die Bewerbung ist der 15. Juli 2013. Über die Zulassung entscheidet das Kuratorium im August 2013.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen bei:

E-Mail: juergen.hitzges@spd.de
oder per Post an:
SPD-Parteivorstand
Jürgen Hitzges
Kuratorium Wilhelm-Dröscher-Preis
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstrasse 141
10963 Berlin

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